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5 Regeln für Chefs: Nie Mitarbeiter demotivieren!

Wenn es um die Motivation von Mitarbeitern geht, werden die verschiedensten "Werkzeuge" und Möglichkeiten diskutiert, mit denen man Leute aufbauen und anspornen kann.

 

Was leicht unter den Tisch fällt und nur wenig Beachtung findet, sind all die kleineren und größeren Dinge, mit denen man als Vorgesetzter seinen Mitarbeitern den Wind aus den Segeln nimmt - und wie wichtig es ist, diese zu vermeiden. Das passiert meistens unbewusst und wie nebenbei. Oft sind es vermeintliche Kleinigkeiten und nicht der Rede wert - aber die Auswirkungen können eklatant sein.

Hier ein paar Beispiele dafür, was die meisten Mitarbeiter als Schuss vor den Bug interpretieren:

1. Destruktives, böses und genervtes Feedback

Selbst wenn Sie zu den Vorgesetzten gehören, die regelmäßig auch positives Feedback geben und sich für das bedanken, was gut läuft: Böse Worte, ein abwertender Blick oder eine genervte Geste - ganz besonders in Anwesenheit Dritter - sind immer Schläge unter die Gürtellinie. Deshalb lohnt es sich, kritisches Feedback nur unter vier Augen zu geben und erst dann, wenn man ausgeglichen ist.

2. Sich in die Arbeit einmischen

Auch wenn es gut gemeint ist: Den Mitarbeitern einfach vorzuschreiben, wie sie ihre Arbeit (anders) machen sollen oder Kritik daran zu üben, kann extrem nerven und demotivieren. Es ist sehr wichtig (und motivierend), die Leute um ihre Meinung und Ideen zu bitten und sie aktiv einzubeziehen, wenn es um Veränderungen und Verbesserungen geht.

3. Sich nicht an Vereinbarungen halten

Egal ob es sich um Unternehmensregeln (offizielle wie inoffizielle) oder um die Umsetzung von im Teammeeting beschlossenen Arbeitsweisen handelt: Wenn sie vom Chef nicht eingehalten werden, belastet das die Moral.

4. Mit zweierlei Maß messen

Wenn Vorgesetzte ihre Mitarbeiter unterschiedlich behandeln und beispielsweise bei den einen etwas durchgehen lassen, was sie anderen ankreiden, geht das nicht nur zu Lasten der Motivation einzelner. Sondern unterminiert auch Teamgeist und Zusammenarbeit.

5. Versprechen nicht halten oder darüber hinweggehen

Sie haben angekündigt, dass es im nächsten Jahr neue Fortbildungsmöglichkeiten für Ihre Leute geben wird? Dann ist es sehr wichtig, Ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Bzw., falls es nicht geht, auf jeden Fall und stichhaltig zu erklären, warum doch nichts daraus wird.

Bitte machen Sie sich klar: Eine demotivierende Äußerung kann sehr schwer wiegen und vieles relativieren oder gar zunichte machen, was Sie sonst tun, um Ihre Mannschaft zu motivieren. Deshalb lohnt es sich, aufmerksam zu sein und überlegt zu handeln. Und auch sofort zu reagieren, sich zu entschuldigen und die Sache zu klären, wenn Sie sich mal nicht so geschickt verhalten haben.


über die Autorin:

Christine Öttl ist Coach, Trainerin und Buchautorin (u. a. „Unschlagbar durch gutes Teamwork. Praktische Tipps für den Erfolg der Gruppe“, bw Verlag). Davor war sie viele Jahre als Managerin in einem internationalen Medienkonzern tätig. Seit 1999 führt sie - gemeinsam mit Gitte Härter - das Münchener Unternehmen objektiv. Coaching und Training für Business & Karriere. www.selbstmarketing.de

 

 

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