Gutes Personal auf einen Klick

Die großen Konzerne haben es längst entdeckt: Mit einem guten Internet-Auftritt kann man nicht nur Kunden gewinnen und sein Unternehmen in gutem Licht erscheinen lassen. Sie können auch sehr effizient und kostensparend Bewerbungen entgegen nehmen. Damit das auch funktioniert, sollten Sie einige Regeln beachten.

Daten vor unbefugtem Zugriff schützen

Von Anfang an sollten Sie darauf achten, dass die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. So ist eine verschlüsselte Übermittlung der personenbezogenen Daten genau so selbstverständlich wie eine Abspeicherung der Daten in einem geschützten Bereich. Nur Mitarbeiter, die mit dem Auswahlverfahren zu tun haben, sollten Zugriff auf die Bewerbungen haben. Grundsätzlich ist die Abspeicherung nur solange erlaubt, wie Sie tatsächlich Interesse an dem Bewerber haben. Sobald Sie absagen oder sich der Kontakt aus anderen Gründen erledigt hat, müssen Sie die Daten löschen. Zum Datenschutz-Standard gehört auch, dass nur eine eingeschränkte Zahl von Personen, die mit Ihrem Personalmarketing zu tun haben, die Daten einsehen dürfen. Die weiteren konkreten Bestimmungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Eine Aufstellung der Datenschutzbeauftragten der Bundesländer und deren konkreten Vorschriften finden Sie unter www.bfd.bund.de (klicken Sie links auf "Weiter zur Startseite“ und dann auf „Anschriften und Links").

Die richtigen Signale senden

Die Nutzerfreundlichkeit der Bewerbungsseiten lässt für den potenziellen Bewerber auf Ihr Unternehmen schließen: Wie schnell kann die Seite aufgerufen werden? Findet man sich schnell zurecht? Ist alles verständlich erklärt? Hat man sich bei der Gestaltung der Seite Mühe gegeben? All das sind Signale, die Interessenten dazu bringen, ihr Profil einzutragen – oder eben nicht.

Eine Vorauswahl treffen

Wenn Sie ein konkretes Bewerberprofil haben möchten, sollten Sie die Interessenten darüber nicht im unklaren lassen. Erklären Sie möglichst genau, wen Sie suchen. Damit können sich Interessenten mit unpassendem Profil eine aussichtslose Bewerbung sparen, und Sie sich die Arbeit, diesen absagen zu müssen. Versuchen Sie, möglichst viele Themen standardisiert abzufragen, damit eine vollautomatische Auswertung möglich ist. Sollten Sie bestimmte „harte“ Ausschlusskriterien definiert haben, können Sie entsprechende Bewerbungen sofort in den Ordner „Absagen“ überleiten.

Feedback geben

Ein Online-Bewerber sollte auf jeden Fall sofort eine automatisch erstellte E-Mail-Antwort erhalten, in der Sie sich bedanken und um Zeit für die Bearbeitung bitten. Dies gilt auch dann, wenn der Bewerber ein KO-Kriterium erfüllt - eine sofortige automatische Absage könnte unnötig verletzend wirken. Lassen Sie deshalb zwischen Bewerbung und Absage eine Woche verstreichen. Dauert die Bearbeitung länger, informieren Sie die Bewerber durch einen Statusbericht. Eine Absage sollte stets auch den Hinweis enthalten, dass die personenbezogenen Daten gelöscht wurden.

Tipp

Wenn auch in Ihrer Branche der Fachkräftemangel um sich greift, sollten Sie auch die Möglichkeit einer Initiativ-Bewerbung bieten. Auf diese Weise können Sie gegebenenfalls interessante Quereinsteiger kennen lernen.

Martin Buttenmüller

 

 

 

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