Startseite > Kunden finden > per Internet

Was kann man eigentlich twittern?

Folgt man so manchen Twitteraccounts, fragt man sich was das eigentlich soll. Vom freiwilligen Geotargeting "Arriving Munic" bis hin zur öffentlichen Squaschverabredung mit dem Kumpel verursachen viele Tweets beim Leser Kopfschütteln. Dabei kann man auch mit informativen Tweets brillieren ...

Twitter bietet uns eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, mit unseren Followern zu kommunizieren. Wir stellen Ihnen die neun gängigsten Möglichkeiten vor, wie Sie mit Ihren Followern kommunizieren können.

1. Link-Tweet: „Hieran arbeite ich gerade!“

Mit einem Link-Tweet kann ich meinen Followern die Möglichkeit geben, sie daran teilhaben zu lassen, an welchem Projekt ich zurzeit arbeite.

2. Classic-Tweet: „Das mache ich gerade!“

Die zentrale Frage bei Twitter lautet:„What are you doing?“Also: „Was machst du gerade?“Und diese Frage ist genau so banal wie zentral bei Twitter. Denn was bedeutet diese Frage denn tatsächlich, wenn ich sie beantworte? Ich gebe damit einen aktuellen Statusbericht aus meinem Leben oder Unternehmen. Damit erfahren alle Menschen, die mir folgen und aktuell meinen Tweet lesen, was ich gerade tue.

Wir finden diese Frage wirklich spannend, denn so können wir uns mit Tausenden von Menschen verbinden und an ihrem Leben teilhaben. Gleichzeitig haben wir als Einzelne auch die Möglichkeit, viele andere Menschen an unserem Leben teilhaben zu lassen. Zu Beginn unserer Twittererfahrung ist es bestimmt noch spannend, zu lesen, wie sich unser Geschäftspartner in einer anderen Stadt einen Kaffee kocht. Doch viel wesentlicher und entscheidend sind die Aktivitäten, die getwittert werden, die wir sonst nicht mitbekommen würden, wenn wir nicht in diesem Moment mit ihm zusammen wären oder er es uns per Telefon erzählen würde.

3. Meinungs-Tweet: „Das denke ich gerade!“

Nicht nur was Menschen tun, ist unter Umständen enorm spannend. Viel interessanter kann es sein, zu erfahren, worüber sie gerade nachdenken, was sie in ihrem Innersten beschäftigt und antreibt. Niemals zuvor hatten wir die Gelegenheit, unmittelbar daran teilzuhaben, was Menschen denken, auch wenn wir nicht physisch mit ihnen in einem Raum sind.

4. Vergangenheits-Tweet: „Was habe ich gestern getan?“

Nicht alle nutzen schon die Möglichkeit, über mobile Endgeräte jederzeit ins Internet gehen zu können und somit auch mobil zu twittern. Wer Twitter überwiegend über den Desktop oder seinen Laptop nutzt, dem bietet sich dieser Tweet an. Zudem haben wir ja auch nicht immer Zeit oder Lust, genau dann zu tweeten, wenn der Elfmeter gerade versenkt wird. Innerhalb eines angemessenen Zeitraums können wir also auch über die Vergangenheit twittern. Wir empfehlen Ihnen ein Zeitfenster von maximal vierundzwanzig Stunden als Grundlage für Vergangenheit-Tweets. Wir leben heute in einer so schnelllebigen und sich permanent beschleunigenden Welt, dass bereits Ereignisse, die nur drei bis fünf Tage zurückliegen, sich anfühlen wie eine kleine Ewigkeit.

5. Entertainment-Tweet: „Das finde ich witzig!“

Da Twitter natürlich kein reines Business-Tool ist, sondern sich zurzeit ganz rasant zu einem Massenmedium entwickelt, sollte und darf der Spaß auf Twitter natürlich nicht zu kurz kommen. Twitter bietet eine hervorragende Möglichkeit, Menschen zu unterhalten und sie zum Lachen zu bringen. Wenn wir zum Beispiel ein witziges Cartoon oder ein lustiges Video gefunden haben, dann können wir es blitzschnell in unserem Netzwerk weiter-tweeten und somit den Alltag unserer Follower für einen kurzen Moment aufheitern.

6. Frage-Tweet: „Kannst Du mir bei dieser Frage helfen?“

Twitter ist wie eine menschliche Suchmaschine, praktisch ein menschliches Google. Es gibt immer wieder Situationen oder Aufgabenstellungen in unserem Geschäftsalltag, wo wir nicht weiter wissen oder schnell eine Lösung brauchen. Da ich mich auf Twitter mit Experten zu jedem Fachgebiet verbinden und deren Tweets abonnieren kann, steht mir praktisch jegliches Wissen zur Verfügung. Ich kann über Twitter das Wissen und die Lebenserfahrung von unzähligen Menschen anzapfen und für mich und mein Leben nutzen. Wir sprechen hier von der sogenannten „Weisheit der Vielen“, wonach eine Gruppen von Menschen schlauer ist als jeder einzelne.

Heute geht es vor allem darum, schnelle Lösungen zu bekommen. Twitter bietet sich dazu hervorragend an. Vielen Menschen ist es ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen – und das vollkommen kostenlos und uneigennützig. Sie freuen sich einfach, ihr Fachwissen mit anderen zu teilen und ihnen so einen uneigennützigen Dienst erweisen zu können.

Ein Beispiel aus unseren ersten Tagen bei Twitter: Wir wollten wissen, wie die Kommunikation mit Twitter unser Gehirn beziehungsweise unsere Gehirnstruktur verändern könnte. Da Twitter in den ersten Tagen für uns wie eine Informationsdusche wirkte, kam uns diese Frage sehr schnell in den Sinn. Wir waren absolut überwältigt davon, wie schnell wir Informationen, weiterführende Links und Meinungen zu unserer Anfrage bekamen.

Nutzen Sie also diese mächtige Wissensdatenbank, um sich die Lösungen und Informationen für Ihren Geschäftsalltag zu besorgen, die Sie benötigen.

7. Bilder-Tweet: „Schau mal, das mache ich gerade!“

Wir leben heute in einer visuellen Gesellschaft, die durch Bilder geprägt ist. Die erfolgreichste Tageszeitung Europas mit den großen Buchstaben auf der Titelseite hat das auch schon längst erkannt. Jeder kennt das chinesische Sprichwort: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ Und wenn mir 140 Zeichen nicht genug sind oder die menschliche Sprache einfach nicht ausreicht, weil ein Bild in dieser Situation mehr sagt, dann twittere ich eben schnell ein Foto meines Erlebnisses.

Fast jedes Handy hat heute standardmäßig eine Digitalkamera integriert, so dass ich jederzeit eine Momentaufnahme machen kann. Wer bereits ein mobiles Endgerät zur Internetnutzung verwendet, kann also sein Bild unmittelbar auch über sein Twitter-Netzwerk verbreiten. Da meine Follower meine Fotos wiederum unmittelbar in ihrem Netzwerk weiterverbreiten können, gehen Bilder heute in rasantem Tempo um die Welt.

Ein berühmtes Beispiel dafür, wie das in der Praxis funktioniert, hat uns der US-Unternehmer Janis Krum geliefert. Er war nämlich der Erste, der die Notwasserung des im Hudson River gelandeten Flugzeugs mit seinem iPhone fotografierte und mit folgender Meldung twitterte: „Da ist ein Flugzeug im Hudson River. Bin auf der Fähre, die versucht, die Leute aufzusammeln. Verrückt.“

Gleichzeitig ist Krums Aufnahme ein Dokument der Zeitgeschichte. Vor ein paar Jahren hätten fast nur professionelle Pressefotografen solche Bilder machen und veröffentlichen können. Heute ist jeder dazu in der Lage. Wir glauben, dass wir heute noch gar nicht absehen können, was das für unsere Zukunft genau bedeuten wird. Zumal wir uns aktuell im Bereich der bewegten Bilder befinden. Das heißt, es wird zukünftig vollkommen alltäglich sein, das, was wir erleben, in einem Kurzvideo zu dokumentieren und dann mit unserem Netzwerk zu teilen. Welche enorme Macht jedem dadurch zuteilwird, ist atemberaubend und wird die Medienlandschaft noch nachhaltig revolutionieren. Doch dazu später noch mehr.

8. Sprach-Tweet: „Hör mal zu, was ich zu sagen habe!“

Mit Twitter kann ich fast alles kommunizieren, was ich möchte. Neben Text, Bildern und Videos sind natürlich auch kurze Sprachaufzeichnungen möglich. Das kann sowohl für Menschen, die mit Ihrer Stimme beruflich arbeiten, interessant sein, um eine kleine Sprechprobe für Interessenten über Twitter bereitzustellen. Oder auch für die Vernetzung von Twitter mit dem Radio oder allen sprachbasierten Mehrwertdiensten in der Telekommunikation.

9. Video-Tweet: „Schau her, wie bunt meine Welt ist!“

Was für Bilder-Tweets gilt, stimmt natürlich auch für Videos. Warum ist das so bedeutend? Aktuell sind wir im Webdesign in der Phase mit hoch auflösenden Videos angekommen. Wer die Internetentwicklung verfolgt hat, kann sich erinnern, dass die ersten Webseiten rein textbasiert waren. Langsam kamen dann die ersten Bilder hinzu, und seit ein bis zwei Jahren ist es bereits Standard, dass hoch auflösende Videos in Webseiten eingebunden werden. Wir können heute über das Internet Fernsehen und Video in bester Qualität abrufen. Das Internet-Portal YouTube hat bisher am meisten von dieser technischen Entwicklung profitiert.

Sehr spannend wird die nächste Entwicklung sein, die bereits abzusehen ist: Die mobile Nutzung des Internets steht kurz vor der Massennutzung. Surfen per Handy wird in Deutschland immer beliebter! Verkehrsmeldungen, Wettervorhersagen, Nachrichten oder E-Mails werden häufig unterwegs abgerufen. Grundlage ist vor allem der Breitband-Mobilfunkstandard UMTS. Der Branchenverband Bitkom hat berechnet, dass es bereits bis zum Jahresende 2009 rund 16 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland geben wird. Das sind 60 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Das heißt, jeder, der zukünftig über ein Smartphone verfügt, ist dann auch technisch in der Lage, seine kurzen Videos aufzunehmen und sofort ins Internet zu stellen und über seine sozialen Netzwerke zu verbreiten. Wir werden wohl zukünftig immer öfter live dabei sein, wenn es irgendwo auf der Welt um brisante Neuigkeiten geht.

Über den Autor

Stefan Berns ist @Tritt-Coach und berät Unternehmen in der optimalen Nutzung von Twitter im Corporate Twittering. Er ist Autor des Twitter-Praxis-Buchs „Der Twitter-Faktor – Kommunikation auf den Punkt gebracht“. Er gibt sein Twitter-Praxiswissen in Form von Webinare, Workshops und Vorträgen an interessierte Unternehmen weiter. Kontakt: www.twittcoach.com

Das Buch zum Thema

Der Twitter-FaktorStefan Berns, Dirk Henningsen
Der Twitter-Faktor:
Kommunikation auf den Punkt gebracht
Businessvillage Verlag, Göttingen


Jetzt bookmarken:ask.comdel.icio.usdigg.comgoogle.comLinkaARENAlive.comMister Wong

Newsletter: Die besten Beiträge kostenlos abonnieren...

Briefkasten
Holen Sie sich die besten Business-Tipps und Fachartikel für Entscheider mit dem kostenlosen mittelstandscoach.de-Newsletter
Hier können Sie einen Beispiel-Newsletter und unsere Datenschutzerklärung einsehen.