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Wie machen Sie Ihre Mitarbeiter-Kommunikation erfolgreich?

Funktioniert die Kommunikation mit den Mitarbeitern, steigt die Produktivität. Funktioniert sie nicht, steigen Fluktuation und Kosten. Professionelle Kommunikationsprogramme haben sich als Instrument zur Mitarbeitermotivation bewährt.

Und in Zeiten eines permanenten Wandels ist zielorientierte Kommunikation der einzige Weg, Mitarbeiter vom notwendigen Wandel zu überzeugen und damit Einwänden und Widerständen zu begegnen.

Doch wie bringen Sie das, was Sie zu sagen haben, so an Frau und Mann, dass ‚die‘ nicht nur pflichtschuldig nicken, sondern verstehen, zustimmen und sich für Ihre Ziele engagieren?

Sagen Sie, was Sie zu sagen haben, in einfachen Worten.

Wahre Sprache ist klare Sprache. Ohne Denglisch, ohne ökonomisch-soziologische Wortungetüme, ohne Bandwurmsätze. Viele Manager mögen darauf nicht verzichten – doch bei den meisten Menschen löst das, was sie nicht mehr verstehen, Unbehagen und Ablehnung aus.

Dabei ist es kein Hexenwerk, selbst komplizierte Sachverhalte verständlich zu machen. Wer das nicht glaubt, dem sei „Die Sendung mit der Maus“ in der ARD empfohlen. Seit rund 30 Jahren werden dort anspruchsvolle Begriffe von „Astronautenklo“ bis „Zentrifuge“ erklärt. – Kinder und die große Zahl der erwachsenen Zuschauer verstehen, worauf es ankommt, wie es funktioniert, warum es so und nicht anders richtig ist.

Erlauben Sie sich Emotion.

Menschen sind keine Maschinen, sondern wollen auch emotional angesprochen werden. Stimmt das Bauchgefühl, stimmt meist auch der Verstand zu. Mit Wahrheit, Klarheit und emotionaler Aufrichtigkeit lassen sich Menschen selbst für die Akzeptanz unangenehmer Wahrheiten gewinnen. Jedenfalls ist die Chance dafür sehr viel größer als mit einer verschleiernden Sprache, die für den Mitarbeiter Fremdsprache ist.

Mitarbeiter-Kommunikation beginnt mit der Stellenanzeige

Der Kampf um die besten Köpfe ist aufgrund der guten Konjunktur bereits wieder in vollem Gang. Dem deutschen Maschinenbau zum Beispiel fehlen mindestens 9000 Ingenieure und Tausende Facharbeiter. Laut Allensbach rechnen in diesem Jahr bereits über 60 Prozent aller repräsentativ befragten Unternehmen mit Problemen bei der Personalbeschaffung.

Zugleich scheitert jeder Fünfte, der neu eingestellt wird. Selten liegt das an fachlicher Überforderung – der Neue passt einfach nicht zur Unternehmenskultur. Daraus folgt: Nur Mitarbeiter, die auch mit ihrer Persönlichkeit zum Unternehmen passen, sind für das Unternehmen ein echter Gewinn.

Das macht die Stellenanzeige zum ersten Filter, der die Spreu vom Weizen trennt.

Es geht um Klasse statt Masse

200 Bewerbungen auf einen Job sind nicht unbedingt ein Erfolg – jedenfalls dann nicht, wenn Ihre Personalanzeige 195 Bewerber angelockt hat, die Sie sofort als ungeeignet aussortieren müssen.


  • 1. Besser: Sie nutzen Ihre Stellenanzeigen als Filter


Nicht Quantität, sondern Qualität zählt. Beschreiben Sie deshalb Ihr Unternehmen, die Aufgaben, Anforderungsprofile und Rahmenbedingungen so präzise wie möglich. Je feiner Sie filtern, desto geeignetere Kandidaten erhalten Sie.


  • 2. Besser: Sie suchen nicht einfach nur nach dem Besten, sondern nach dem Besten für den Job


Nicht jede Standardaufgabe verlangt gleich den Supermann. Haben Sie einen Bewerber, der um Klassen besser ist als die ausgeschriebene Position, dann brauchen Sie auch die entsprechenden Sprossen auf der Karriereleiter für ihn. Sonst ist er blitzschnell wieder weg. Denn ‚Supermann oder Superfrau‘ kennt den eigenen Wert und wird ohnehin überall händeringend gesucht.


  • 3. Besser: Sie bleiben selbstkritisch


Falls es ‚Supermann‘ sein muss … fragen Sie sich mal, warum der ausgerechnet bei Ihnen anheuern sollte? Ist auch da alles super? Betriebsklima, Weiterbildung, Aufstiegsperspektive …


  • 4. Besser: Sie denken auch daran


Geld ist nicht alles – das weiß auch jeder Bewerber. Aber wo Leistung und Resultat gefordert werden, gehört auch „Butter bei die Fische“. Passt die Gage nicht zum Job, dann werden Sie mit dem guten Betriebsklima und den schönen Perspektiven allein nicht punkten.

So uniform lesen sich 90 Prozent aller Stellenanzeigen

„Das Unternehmen ist innovativ und zukunftsorientiert. Die Aufgabe ist herausfordernd, verantwortungsvoll und bietet hervorragende Perspektiven. Der Wunschkandidat hat einen überragenden Abschluss, Teamgeist, Umsetzungsstärke, soziale Kompetenz und die Bereitschaft zu überdurchschnittlichem Engagement“.

Eigentlich wunderbar – doch entsprechend sind die gesuchten Besten, die sich darauf bewerben, auch immer nur die üblichen Besten.

Verstehen Sie Ihre Personalanzeigen als erste Stufe im Dialog mit dem künftigen Mitarbeiter. Machen Sie es richtig, dann wird Ihr Unternehmen damit unverwechselbar wie einen Markenartikel. Sie werden damit erkennbar und attraktiv für Bewerber, die nicht nur mit ihrem Können, sondern mit ihrer ganzen Person zu Ihnen passen.


Hans Ulrich Würth

Der Autor ist freier Texter mit den Schwerpunkten Dialogmarketing und HR Kommunikation. Was scheinbar sehr verschieden klingt, passt gut zusammen. Dialogorientierte Maßnahmen haben sich auch in der Mitarbeiter-Kommuniaktion als erfolgreich erwiesen.


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