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Wie sich Agenturkosten in Grenzen halten.

Der legendäre "Autokönig" Henry Ford sagte einmal, dass er die Hälfte seines Werbeetats aus dem Fenster werfen würde – er wisse nur nicht, welche Hälfte. Dabei lassen sich Agenturkosten problemlos eingrenzen.

Information ist (fast) alles.

Der erste und wichtigste Schritt zur Vermeidung von unnötigen Agenturkosten besteht darin, möglichst detaillierte Informationen für die Agentur zusammenzustellen (siehe Artikel „Richtiges Agenturbriefing“). Missverständnisse oder Informationslücken sind nicht nur Fehlerquellen, sondern kosten auch Zeit und damit Geld. Denken Sie immer daran, dass der Werbeagentur Ihr Produkt längst nicht so klar und vertraut ist wie Ihnen!

Häufige Änderungen vermeiden.

Wenn von Kundenseite Änderungen – zum Beispiel im Text – auftauchen, ist dies häufig auch mit Änderungen im Grafikbereich verbunden (zum Beispiel, wenn der neue Text wesentlich umfangreicher ist als der alte), und das macht selbst kleinere Korrekturen häufig sehr arbeits- und damit kostenintensiv. Deshalb empfiehlt es sich, schon in der Layoutphase wirklich alle Änderungen durchzuführen. In diesem Stadium sind etwaige Korrekturen noch verhältnismäßig problemlos und somit wesentlich günstiger durchzuführen als in der Reinzeichnungs- oder gar Produktionsphase.

Sprechen Sie mit den Verantwortlichen.

Ebenfalls wichtig: Sprechen Sie mit den „Machern“! Die Außendienstmitarbeiter einer Werbeagentur – die so genannten Kontakter – sind für Sie gute Ansprechpartner, wenn es um Termine, Fragen zur Produktion und Ähnliches geht. Doch für die inhaltliche Arbeit sind Spezialisten wie der Konzeptioner, Texter oder Grafiker zuständig. Deshalb empfiehlt es sich, außer mit dem Kontakter auch mit den leitenden Kreativen persönlich zu sprechen, um Informationsverluste zu vermeiden. Nennen Sie bei diesem Gespräch das Ziel, das Sie erreichen möchten sowie mögliche Inhalte und stecken Sie einen präzisen Budgetrahmen ab. Dieses Gespräch hilft den Kreativen außerdem dabei, sich ein Bild von Ihnen und Ihrem Unternehmen zu machen und eine individuelle Lösung anzubieten. Wobei eine kreative Lösung sicherlich erstrebenswert, aber nicht immer das Credo sein muss – nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll, und der Aufwand sollte in einem gesunden Verhältnis zum Erfolg stehen. Etwas, das Werber ab und zu gerne vergessen.

Ganz wichtig: Eine gute Terminplanung.

Achten Sie außerdem auf eine realistische Terminplanung Ihrerseits! Eine gute Werbeagentur lässt sich zwar auch von „Blitzaufträgen“ nicht aus dem Konzept bringen, rechnet Nacht- und Wochenendarbeit aber auch entsprechend ab. Wesentlich günstiger ist es, mit genügend Vorlaufzeit und „Zeitpuffern“ zu arbeiten.

Markus Becker


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