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Wie Sie Blockaden lösen

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass in Ihrem Unternehmen viel über Probleme geredet, aber selten eines gelöst wird? Dann sollten Sie sich einmal fragen, warum es nicht vorangeht - und versuchen, vorhandene Blockaden zu lösen.

Ziele festlegen

Bringen diejenigen, die sich mit viel Eifer an ihre Aufgaben machen, auch immer die besten Ergebnisse? Nicht immer nämlich sind die Mitarbeiter, die ihre Tätigkeit stets im günstigsten Licht darstellen, auch die effizientesten und besten. Prüfen Sie also, ob dort, wo laut getönt wird, auch wirklich etwas voran geht.

Ihre Maßnahme: Vereinbaren Sie mit allen Mitarbeitern Ziele und Meilensteine, an denen der Planfortschritt geprüft wird. Das erzeugt einerseits den nötigen Druck, andererseits erkennen Sie frühzeitig, wenn ein Mitarbeiter zu wenig Leistung erbringt - und können mit ihm Schritte zur Optimierung festlegen.

Die wirklichen Probleme erkennen

Manchmal wird an den falschen Problemen herumgedoktert. Ein Beispiel: Der Einkauf beklagt, die Lagerkosten seien zu hoch, die Organisation des Lagerleiters versage. Bei genauerem Hinsehen erweist sich jedoch, dass regelmäßig vieles falsch oder von manchem zu viel bestellt wird. So wurde ein vorauszusehender Absatzeinbruch vom verantwortlichen Produktmanagement nicht frühzeitig an die Herstellung beziehungsweise den Einkauf gemeldet. Das Problem ist also viel eher mangelnde Kommunikation als falsche Lagerorganisation.

Ihre Maßnahme: Nehmen Sie sich für die Analyse von Problemen ausreichend Zeit. Lassen Sie sich bei Bedarf auch von externen Spezialisten beraten. Vergessen Sie über das Prüfen von Zahlen nicht, dass Sie sich oft auch auf Ihren gesunden Menschenverstand verlassen können, um auf die richtige Spur zu kommen.

Falsche Sündenböcke?

Kennen Sie die Aussage: „Das liegt nur daran, dass …“. Da werden alle Probleme auf einen einzigen Umstand geschoben - meist Dinge, die nur schwer zu ändern sind wie zum Beispiel „schwierige Kunden“ oder „eine veraltete Technologie“, für deren Erneuerung das Kapital fehle. Doch bleiben Sie bei solch pauschalen Urteilen misstrauisch: In der Regel ist die Lage nicht nur komplexer als dargestellt, sondern es sind auch andere Faktoren an der Misere beteiligt - oft mangelt es den Beteiligten nur am Willen zur Veränderung.

Ihre Maßnahme: Wenn die Dinge nicht in Ihrem Sinne laufen, verlangen Sie konkrete Begründungen und genaue Analysen: Woran liegt es? Wird das ewig gleiche Problem genannt, verlangen Sie konstruktive Vorschläge, wie man dennoch zum Erfolg kommen könnte. Geben Sie nicht nach, bis verschiedene Ansätze vorliegen!

Kleine Schritte einfordern

Häufig wird nach dem endgültigen Befreiungsschlag, dem „großen Wurf“, gesucht. Darüber wird jedoch gerne vergessen, dass auch viele kleine Schritte zum Ziel führen können. So gibt es keinen Grund, auf die laufende Optimierung einer Maschine nur deshalb zu verzichten, weil sie in absehbarer Zeit ausgetauscht wird.

Ihre Maßnahme: Fordern Sie von Mitarbeitern und Bereichsverantwortlichen neben mittel- und langfristigen Perspektiven auch kurzfristige Lösungen - damit sich alle auf das Nächstliegende konzentrieren.

Martin Buttenmüller


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